Dein Welpe frisst, als hätte er noch nie etwas bekommen. Eine Woche lang passt die Portion, in der nächsten scheint er wieder Hunger zu haben. Und überall liest du etwas anderes: drei Mahlzeiten am Tag, zwei Mahlzeiten am Tag, Welpenfutter bis zum sechsten Monat, bis zum zwölften Monat.
Die Verwirrung ist verständlich, denn die ehrliche Antwort lautet: Es hängt von seinem Alter, seiner Größe und seinem Wachstumstempo ab. In diesem Artikel steht genau, wie viel Welpenfutter du gibst, wie oft, und wann du auf Futter für ausgewachsene Hunde umstellst.
Warum Welpenfutter keine kleinere Portion Adultfutter ist
Welpenfutter ist ein Alleinfuttermittel, das für die Wachstumsphase zusammengestellt ist: mehr Energie und Baustoffe pro Kilogramm Körpergewicht als Erhaltungsfutter, mit einem Mineralstoffverhältnis, das zu einem noch wachsenden Skelett passt.
Ein Welpe baut gleichzeitig Knochen, Muskeln und Organe auf. Deshalb liegt der Bedarf pro Kilogramm Körpergewicht höher als bei einem ausgewachsenen Hund. Nach Angaben der Royal Canin Academy brauchen Welpen bis etwa vier Monate pro Kilogramm Körpergewicht rund doppelt so viel Energie wie ein ausgewachsener Hund derselben Rasse. [1] WALTHAM beschreibt ebenfalls, dass sich der Nährstoffbedarf eines wachsenden Welpen nachweislich von dem eines adulten Hundes unterscheidet. [2]
Der Unterschied liegt nicht nur in der Menge, sondern auch im Verhältnis: Zu wenig eines Nährstoffs führt zu Mangel, zu viel kann ebenso schaden. Genau deshalb solltest du einem Welpen nicht einfach Adultfutter geben. [2]
Du möchtest wissen, warum dabei das Calcium-Phosphor-Verhältnis eine so große Rolle spielt? Die Wissensdatenbank zu Calcium und Phosphor bei Welpen erklärt diesen Mechanismus gesondert.

Wie viel Welpenfutter pro Tag?
Beginne immer mit der Fütterungstabelle des Rezepts, das du verfütterst: Sie ist die einzige Übersicht, die speziell für dieses Futter erstellt wurde. [3] Nimm danach das Gewicht, das zum Alter deines Welpen passt – nicht das Gewicht, von dem du hoffst, dass er es erreicht.
Unsere eigenen Richtwerte pro Rezept sehen so aus (Gramm pro Tag, verteilt auf drei Mahlzeiten):
| Gewicht des Welpen | Puppy Formula | Puppy Formula Extra | Puppy Large Breed |
|---|---|---|---|
| 2 kg | 90 g | 100 g | |
| 5 kg | 175 g | 190 g | 165 g |
| 10 kg | 285 g | 305 g | 270 g |
| 15 kg | 365 g | 390 g | 355 g |
| 20 kg | 430 g | 460 g | 425 g |
| 25 kg | 485 g | 520 g | 485 g |
| 30 kg | 540 g |
Dies sind interne Richtwerte. Maßgeblich bleibt die Tabelle auf der Verpackung oder der Produktseite: Rezepturen können angepasst werden. [3]

So gehst du in der Praxis vor:
- Wiege deinen Welpen. Am besten monatlich bis etwa sechs Monate, danach alle drei Monate. [1]
- Halte ihn in einer gesunden, schlanken Kondition. Mehrere Quellen betonen, dass ein zu voller Welpe kein gesunder Welpe ist; strebe gleichmäßiges Wachstum an statt maximales. [1][4]
- Zähle alles mit. Trainingsleckerlis, Belohnungen und Zwischenmahlzeiten gehören in die Tagesmenge. [1]
- Passe an dem an, was du siehst, nicht an einer festen Rechenregel. Der Energiebedarf unterscheidet sich individuell, auch zwischen Wurfgeschwistern. [4][5]
Gib keine zusätzlichen Calcium-, Vitamin- oder Mineralstoffpräparate zu einem Alleinfuttermittel für Welpen, es sei denn, deine Tierärztin oder dein Tierarzt empfiehlt es. Zusätzliche Supplemente sind unnötig und können schaden. [1][4][6]
Wie oft am Tag füttern?
Der Fütterungsplan verschiebt sich, je älter dein Welpe wird. WALTHAM beschreibt diesen Aufbau: [2]
- 8 Wochen bis 4 Monate: etwa vier Mahlzeiten am Tag, über den Tag verteilt, mit der ersten Mahlzeit früh am Morgen.
- Ab etwa 10 Wochen: schrittweise zurück auf drei Mahlzeiten am Tag.
- Ab etwa 4 bis 6 Monaten: zwei Mahlzeiten am Tag. Auch das Purina Institute hält zwei Mahlzeiten ab etwa sechs Monaten für passend. [5]
Feste Fütterungszeiten unterstützen zudem die Stubenreinheit, weil Welpen kurz nach dem Fressen häufig Kot absetzen müssen. [5]
Wann stellst du auf Futter für ausgewachsene Hunde um?
Der Wendepunkt ist die Skelettreife: der Zeitpunkt, an dem dein Hund ausgewachsen ist. Dieser Moment unterscheidet sich stark je nach Rassegröße.
Die Royal Canin Academy nennt diese Altersgrenzen für das Ende der Wachstumsphase: [1]
| Größe | Wachstumsphase vorbei mit etwa |
|---|---|
| Klein | 8–12 Monaten |
| Mittel | 12–18 Monaten |
| Groß / riesig | 18–24 Monaten |
WALTHAM bestätigt das: Kleine Rassen sind mit etwa einem Jahr ausgewachsen, große und riesige Rassen erst mit etwa 18 bis 24 Monaten. [2] Auch eine Übersichtsarbeit zur Fütterung großer Rassen nennt diese Spannen: kleine Rassen etwa 10–12 Monate, große Rassen 15–18 Monate, Riesenrassen bis 24 Monate. [6]
Eine zu frühe Umstellung kann einem wachsenden Welpen Nährstoffe und Energie vorenthalten; eine zu späte Umstellung kann zu Überversorgung und Gewichtszunahme führen. [1] Bist du unsicher, wann der richtige Zeitpunkt für deinen Hund ist? Frage deine Tierärztin oder deinen Tierarzt – dort kennt man Rasse, Wachstum und Kondition.
Wächst dein Welpe ungleichmäßig, hat er Probleme mit den Beinen oder bist du unsicher bei Gewicht und Kondition? Lass das tierärztlich beurteilen. Ernährung ist ein Faktor für gesundes Wachstum, nicht der einzige. [1][4]
Welches Balloxx-Welpenrezept passt zu deinem Welpen?
Balloxx hat mehrere Welpenrezepte, abgestimmt auf Größe und Vorliebe:
🐕 Puppy Formula
Ein vollwertiges Rezept für die Wachstumsphase, mit Fütterungstabelle nach Gewicht. [3]
🐕 Puppy Formula Extra
Eine reichhaltigere Variante innerhalb der Welpenlinie, ebenfalls mit eigener Fütterungstabelle. [3]
🦴 Puppy Large Breed
Für Welpen großer Rassen, mit eigenem Mineralstoffverhältnis und einer Fütterungstabelle bis zu hohen Gewichten. [3][7]
🌾 Puppy Grain-Free Chicken & Potatoes und Puppy Grain-Free Salmon & Potatoes
Getreidefreie Welpenrezepte für alle, die sich bewusst für eine getreidefreie Zusammensetzung entscheiden. Unsicher, ob getreidefrei überhaupt nötig ist? Lies zuerst wann getreidefrei sinnvoll ist. [3]
Sobald dein Welpe die Wachstumsphase hinter sich hat, schaust du nach Junior oder einem Adultrezept, das zu seiner Größe passt.
Hast du gerade auf ein neues Futter umgestellt? Folge dann dem 7-Tage-Umstellungsplan: Ein plötzlicher Wechsel kann den Darm durcheinanderbringen. [8]
Häufige Fragen zu Welpenfutter
Wie viel Welpenfutter soll ich pro Tag geben?+
Wie oft sollte ein Welpe fressen?+
Wann kann mein Welpe auf Adultfutter umgestellt werden?+
Der richtige Start für deinen Welpen
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Welpenfutter ansehenQuellen:
[1] Royal Canin Academy: Optimal puppy growth for a healthy start in life. Skelettreife nach Rassegröße (klein 8–12 Monate, mittel 12–18, groß/riesig 18–24); Welpen bis ~4 Monate brauchen ~2× die Energie pro Kilogramm eines adulten Hundes; Risiken einer zu frühen und zu späten Umstellung; Wiegefrequenz; keine Calciumsupplementierung.
[2] WALTHAM: Pocket book of puppy nutrition and care. Der Nährstoffbedarf eines wachsenden Welpen unterscheidet sich von dem eines adulten Hundes; kleine Rassen mit ~1 Jahr ausgewachsen, große/riesige mit 18–24 Monaten; Fütterungshäufigkeit 4→3→2 Mahlzeiten nach Alter.
[3] Interne Fütterungsrichtlinien aus lib/feeding-guidelines.ts (Puppy Formula, Puppy Formula Extra, Puppy Large Breed, Puppy Grain-Free Chicken & Potatoes, Puppy Grain-Free Salmon & Potatoes; 3 Mahlzeiten am Tag). Produktseite und Verpackung bleiben maßgeblich.
[4] Purina Institute: Feeding large and giant breed puppies. Portionskontrollierte Fütterung; Welpen schlank halten; Bedarf unterscheidet sich individuell; Zwischenmahlzeiten mitzählen; zwei Mahlzeiten am Tag ab etwa 6 Monaten; keine Supplemente, außer die Tierarztpraxis empfiehlt sie.
[5] Purina Institute, ergänzend: feste Fütterungszeiten unterstützen die Stubenreinheit; Welpen sollten innerhalb von etwa 30 Minuten fressen.
[6] Kępińska-Pacelik, J. & Biel, W.: Nutritional problems of large and giant breed dogs. Part I. Puppies. Übergang zu Adultfutter: kleine Rassen 10–12 Monate, große 15–18, Riesen bis 24 Monate; keine zusätzlichen Vitamin-/Mineralstoffsupplemente, außer die Tierarztpraxis rät anders.
[7] Wissensdatenbank: Calcium & Phosphor bei Welpen. Warum sich das Ca:P-Verhältnis je nach Rassegröße unterscheidet und warum zusätzliches Calcium bei großen Rassen kontraproduktiv ist.




