Du hast ein besseres Futter für deinen Hund gefunden. Der neue Sack steht bereit. Und dann liest du es: Eine Umstellung kann Durchfall verursachen. Jetzt zögerst du.
Dieses Zögern ist berechtigt, aber die Lösung ist einfach. Eine misslungene Umstellung liegt fast immer an einer Sache: zu schnell. Machst du es schrittweise, merken die meisten Hunde kaum etwas davon. In diesem Artikel findest du den Plan, der funktioniert, warum er funktioniert und was du genau tust, wenn der Magen deines Hundes trotzdem verrücktspielt.
Warum du nicht auf einen Schlag umstellen solltest
Der Darm deines Hundes beherbergt eine feste Bakterienpopulation, die auf sein aktuelles Futter abgestimmt ist. Neues Futter verlangt ein neues Gleichgewicht, und diese Verschiebung braucht Tage, keine Stunden.
Jedes Hundefutter hat sein eigenes Verhältnis aus Eiweiß, Fett und Ballaststoffen. Die Darmflora passt sich genau daran an: Die Bakterien, die dein Hund jetzt hat, sind die Bakterien, die sein aktuelles Futter am besten aufspalten. Stellst du von einem Tag auf den anderen um, bekommt der Darm eine Ladung Nährstoffe, die die vorhandenen Bakterien nicht effizient verarbeiten.
Die Folge ist vorhersehbar. Unverdautes Material zieht Wasser in den Dickdarm, und das führt zu weichem Kot oder Durchfall. Manchmal kommen Erbrechen oder Blähungen dazu. Das ist keine Allergie und kein Zeichen dafür, dass das neue Futter schlecht ist: es ist reine Frage des Timings.
Forschung zeigt, wie schnell diese Verschiebung tatsächlich abläuft. Bei einem abrupten Futterwechsel verändert sich die Zusammensetzung der Darmflora bereits innerhalb von zwei Tagen sichtbar und stabilisiert sich erst nach etwa sechs bis zehn Tagen.
Die Darmflora eines Hundes verschiebt sich innerhalb von zwei Tagen nach einem Futterwechsel und braucht sechs bis zehn Tage, um wieder stabil zu werden.
Genau diesen Zeitraum überbrückst du mit einer schrittweisen Umstellung. Indem du das neue Futter Schritt für Schritt einmischst, gibst du der Bakterienpopulation Zeit mitzuwachsen, ohne die Spitze an unverdautem Futter, die Durchfall auslöst.
Der 7-Tage-Umstellungsplan
Ersetze alle zwei Tage ein Viertel des alten Futters durch das neue, bis dein Hund nach einer Woche vollständig auf dem neuen Futter ist.
Misch das alte und das neue Futter im selben Napf: nicht nebeneinander und nicht altes am Morgen und neues am Abend. Eine echte Mischung sorgt dafür, dass sich der Darm bei jeder Mahlzeit ein wenig an das neue Rezept gewöhnt.
| Tage | Altes Futter | Neues Futter |
|---|---|---|
| Tag 1–2 | 75% | 25% |
| Tag 3–4 | 50% | 50% |
| Tag 5–6 | 25% | 75% |
| Tag 7 | 0% | 100% |
Dieser Plan passt zu den meisten gesunden erwachsenen Hunden. Hat dein Hund eine empfindliche Verdauung, ist er Welpe oder Senior oder hatte er schon einmal Probleme bei einem Futterwechsel? Dann dehne ihn auf zehn bis vierzehn Tage aus und erhöhe den Anteil des neuen Futters in kleineren Schritten. Langsamer ist nie falsch; zu schnell schon.
Behalte während der ganzen Woche den Kot im Auge. Er ist dein wichtigster Maßstab: Bleibt er fest, darfst du zum nächsten Schritt übergehen. Wird er weich, bleibst du ein bis zwei Tage länger auf demselben Prozentsatz, bevor du weitermachst.

Was du tust, wenn dein Hund trotzdem Durchfall bekommt
Weicher Kot während der Umstellung ist meist kein Grund aufzuhören, aber ein Signal, langsamer zu machen.
Bekommt dein Hund Durchfall, geh einen Schritt im Plan zurück und bleib drei bis vier Tage dort. Warst du bei 50/50, als es schiefging? Geh zurück auf 75% altes Futter und bau danach langsamer auf. In den meisten Fällen erholt sich der Kot innerhalb weniger Tage.
Zwei praktische Maßnahmen helfen dabei. Teile die Tagesration auf drei oder vier kleinere Mahlzeiten statt auf zwei große auf: kleinere Mengen sind leichter zu verdauen. Und sorg dafür, dass immer frisches Wasser bereitsteht, denn bei Durchfall verliert dein Hund Flüssigkeit.
Ein häufiger Fehler ist, mitten in der Umstellung in Panik zum alten Futter zurückzuwechseln und gleichzeitig eine dritte Sorte zu probieren. Damit stapelst du drei Futterwechsel übereinander und der Darm kommt gar nicht zur Ruhe. Wähl ein neues Futter und gib der Umstellung Zeit.
Wann du den Tierarzt anrufst
Milde, kurzzeitige Verdauungsprobleme gehören zu einer Umstellung. Aber manche Anzeichen tun das nicht, und dann ist Geduld genau falsch.
Ruf deine Tierärztin oder deinen Tierarzt an, wenn der Durchfall länger als 48 Stunden anhält, wenn Blut im Kot ist oder wenn dein Hund wiederholt erbricht, teilnahmslos wird oder nicht mehr trinken will. Bei Welpen, Senioren und Hunden mit einer bekannten Erkrankung liegt diese Grenze niedriger: sie dehydrieren schneller. In diesen Fällen ist der Futterwechsel nicht mehr die eigentliche Geschichte, und eine Kontrolle ist angebracht.
Welches Futter macht die Umstellung leichter?
Je leichter verdaulich das neue Futter, desto reibungsloser die Umstellung. Die Qualität des Rezepts bestimmt mit, wie dein Hund reagiert.
Nicht jedes Futter lässt sich gleich leicht einführen. Rezepte mit einer klaren, begrenzten Zutatenliste und einer gut verdaulichen Kohlenhydratquelle wie Reis geben dem Darm weniger Arbeit als Futter voller wechselnder Füllstoffe. Genau darauf achtest du bei der Wahl deines neuen Futters.
Stellst du um, weil dein Hund eine empfindliche Verdauung hat, dann ist Balloxx Sensitive mit hydrolysiertem Eiweiß genau für solche Hunde gemacht: Das Eiweiß ist in kleine, leicht verdauliche Bestandteile aufgespalten, die den Darm kaum belasten. Suchst du ein leicht verdauliches Alltagsfutter, ist Lamm & Reis eine ruhige, zuverlässige Wahl. Unsicher zwischen den Rezepten? Dann schau in unser Sortiment für empfindliche Mägen für die vollständige Auswahl.
Was auch immer dein neues Futter wird: Folg dem Plan oben, und die Umstellung selbst muss keine Sorge sein.
Häufige Fragen zur Futterumstellung
Wie lange dauert die Umstellung auf ein anderes Hundefutter?+
Mein Hund hat Durchfall nach der Umstellung: was jetzt?+
Kann ich auf einen Schlag auf neues Hundefutter umstellen?+
Soll ich altes und neues Futter mischen oder getrennt geben?+
Nicht sicher, welches Rezept am besten passt? Schreib uns an support@balloxx.com. Wir helfen dir gern persönlich weiter.
Bereit für die Umstellung?
Weißt du noch nicht, welches Rezept zu deinem Hund passt? Wir denken gern mit. Schau dir das gesamte Sortiment an.
Zum Hundefutter-SortimentQuellen:
- Pilla, R. & Suchodolski, J.S. (2021): The Gut Microbiome of Dogs and Cats, and the Influence of Diet. Veterinary Clinics of North America: Small Animal Practice.
- Longitudinal fecal microbiome and metabolite data … after an abrupt dietary change in healthy adult dogs (2022): Animal Microbiome.
- Effect of yeast probiotic Saccharomyces cerevisiae on the gut health of dogs undergoing rapid dietary transition (2025): Frontiers in Veterinary Science.




